
Der französische Cellist Jean-Guihen Queyras ist in der Musik verschiedener Epochen und Stile gleichermaßen zu Hause und schafft mit bewundernswerter Selbstverständlichkeit den Spagat zwischen der Aufführung neuer, eigens für ihn geschaffener Werke und der Wiederentdeckung altbewährter Werte. Er ist in der Lage, mit Orchestern, Dirigenten und Kammermusikpartnern von Weltrang zu harmonieren und selbst die hartgesottensten Traditionalisten mit seiner aufrichtigen Leidenschaft herauszufordern und zu verzaubern sowie sich selbstbewusst im Solorepertoire zu zeigen.
Der extravagante französische Cellist, der vor zehn Jahren zum ersten Mal mit der "Sinfonietta Riga" auftrat, hat Lettland schon mehrmals besucht, dieses Mal zum Abschluss der 19. Saison des Kammerorchesters. Mit Normunds Šnē, dem künstlerischen Leiter des Ensembles, am Dirigentenpult werden neue Facetten beim Cellokonzert in D-Dur und in der dramatisch spannungsgeladenen 95. Symphonie des Wiener Klassikers Joseph Haydn, die mit anmutiger Tanzbarkeit und lyrischem Schmelz verwoben sind, sowie in der jugendlich-romantischen Hommage des ungarischen Meisters György Ligeti an die rumänische Folklore und den beflügelten Avantgarde-Ideen seiner reifen Jahre im Cellokonzert durchscheinen.
Programm:
Joseph Haydn "Symphonie Nr. 95 in c-Moll" (Hob. I:95) und "Cellokonzert D-Dur" Hob. VIIb:2
György Ligeti "Concert Românesc" und "Konzert für Violoncello und Orchester"
Teilnehmer:
Jean-Guihen Queyras, Cello
"Sinfonietta Riga"
Dirigent Normunds Šnē